4 MacBook Pro (13 Zoll Retina, 15 Zoll Retina)

Willkommen am oberen Ende von Apples Preisskala. Um es einfach zu machen: Wer mehr Leistung und mehr Anschlüsse braucht, greift zum MacBook Pro. Sie sind Workstations zum Mitnehmen.

Dabei muss man eines wissen: Die beiden „Pro“-Modelle mit 13- und 15-Zoll-Display unterscheiden sich nicht nur bei der Größe ihres Bildschirms, sondern außerdem in ihrer Leistung und in den Aufrüstoptionen. Sie sind im Grunde zwei verschiedene Modelle.

Zudem gilt: Wer die beste Performance lieber in Kombination mit einem 13-Zoll-Screen haben möchte oder ein 15-Zoll-Display bevorzugt, aber keine High-End-Performance braucht, hat Pech. Das ist einer der Momente, wo man als Apple-Kunde in den sauren Apfel (ha!) beißen muss.

Aus meiner Sicht ist derzeit das MacBook Pro mit 13 Zoll das Modell mit dem besten Preis-/Leistungsverhältnis aller Apple Laptops. Wer dagegen ein Maximum an Performance braucht und mehr Displayfläche will, wird mit dem 15er sehr gut bedient, muss aber auch einen saftigen Aufpreis bezahlen.

Bei Gewicht und Maßen ist das 13er Pro inzwischen sogar dem 13er Air sehr nahe gekommen. Denn mit der Umstellung auf Retina-Displays hat Apple zugleich das optische Laufwerk rausgeworfen und verbaut statt einer klassischen Festplatte nun schnellen Flash-Speicher. Dessen Geschwindigkeit wurde mit der neuesten Generation noch erhöht. Mit anderen Worten: In den meisten Situationen fliegt das 13er Pro nur so dahin, vor allem dann, wenn man zugleich den RAM maximal ausbaut – also auf 16 GB statt der standardmäßigen 8 GB setzt.

Tut man das, kommt man aber preislich dem 15er schon recht nahe, das wiederum bereits 16 GB RAM von Haus aus mitbringt und außerdem einen leistungsstärkeren Prozessor hat. Das Ende der Fahnenstange ist damit allerdings noch lange nicht in Sicht: Wer will, kann gleich zum 15er-Topmodell greifen, das eine dedizierte Grafikkarte mitbringt. Reizt man noch den Flashspeicher auf 1 Terabyte aus, erreicht der Preis schwindelerregende Höhen (siehe unten). Für die gebotene Leistung ist der alles in allem durchaus gerechtfertigt. Aber wir sind hier natürlich schon weit von dem entfernt, was ein durchschnittlicher Konsument ausgeben würde. Da ist das MacBook Pro dann wirklich „Pro“.

Dank der vielen Anschlüsse und der guten Performance kann man die Pros jedenfalls zu Hause oder im Büro locker und leicht mit einem Zusatzmonitor (oder mehreren) versehen und auch Dinge wie ein RAID-Laufwerk und ähnliches direkt anschließen.

USB Typ C sucht man auch in der 2015er Generation vergeblich. Allerdings ist das sicher für die meisten Nutzer vorerst zu verschmerzen. Es ist aber recht wahrscheinlich, dass Apple hier 2016 nachlegen wird.

Hinweis: Apple hat noch immer ein 13-Zoll-MacBook-Pro mit optischem Laufwerk, klassischer Festplatte und ohne Retina-Display im Angebot. Dieses Laptop ist seit Juni 2012 unverändert! Da es weiterhin im Programm ist, gibt es dafür wohl eine Kundschaft. Empfehlen kann ich es aber nicht. 1.199 Euro sind kein angemessener Preis für diesen fabrikneuen Oldtimer.

Und eine Update-Warnung: Neue MacBook-Pro-Modelle sind inzwischen lange überfällig. Gerüchte besagen, dass die neuen Modelle nur noch mit USB-C kommen, allerdings immerhin mit mehreren dieser Anschlüsse und nicht nur mit einem. Mehr dazu im Abschnitt „Ausblick – kaufen oder warten?“

Preise

Das 13er Pro gibt es ab 1.449 Euro, allerdings sind hier nur magere 128 GB Festspeicher enthalten. 256 GB gibt es im Modell für 1.649 Euro. Rüstet man den RAM von 8 GB auf 16 GB auf, landet man schon bei 1.889 Euro. Das Spitzenmodell mit dem schnellsten Prozessor (3,1 GHz Dual Core Intel i7), 16 GB RAM und 1 TB Flashspeicher kostet 3.049 Euro.

Das 15er Pro kostet mindestens 2.249 Euro. Hier sind dann bereits 256 GB Flash und 16 GB RAM enthalten. Der Unterschied zum entsprechend ausgestatteten 13er beträgt also 360 Euro. Dafür bekommt man: das größere Display, eine Quad-Core-CPU statt Dual-Core sowie eine bessere Intel-Grafik. Auch hier kann man nach Herzenslust aufrüsten: Schnellere CPU, dedizierte Grafikkarte und bis zu 1 TB Flashspeicher. Das Spitzenmodell landet dann bei 3.599 Euro.

Auf einen Blick

Vorteile:

  • Die beste Performance aller Apple-Laptops, vor allem das 15er ist eine Workstation zum Mitnehmen
  • Viele Anschlüsse für externe Geräte
  • Retina Display, „Force Touch“-Trackpad
  • Das 13er ist in Maßen und Gewicht dem 13-Zoll-Air sehr nahe

Nachteile:

  • Hoher Preis, vor allem beim 15er
  • Teils magere Grundausstattung
  • Maximale Performance gibt es nur in Kombination mit dem 15-Zoll-Display
  • Update ist überfällig, wird bald abgelöst

Fazit

Ich persönlich habe mich für das 15er MacBook Pro entschieden. Das liegt vor allem daran, dass ich vorher bereits eines hatte und das große Display gewöhnt war. Zudem mache ich Screencasts und andere Videos und weiß, wie wichtig dafür die Performance von CPU und Grafik sind.

Allgemein finde ich allerdings, dass das 13-Zoll-MacBook-Pro in seiner 2015er Variante das derzeit beste Laptop-Angebot von Apple ist. Ärgerlich allerdings, dass das Einstiegsmodell nur 128 GB Flashspeicher mitbringt. Viele Nutzer werden damit langfristig nicht auskommen.

Beide Modelle stehen kurz vor einer neuen Modellgeneration.