2 MacBook Air (11 Zoll, 13 Zoll)

Bei der Vorstellung der ersten Generation Anfang 2008 war das MacBook Air Apples neues, futuristisches Laptop. Man kaufte sich damit anfangs zukunftsweisendes Design und unterdurchschnittliche Leistung für vergleichsweise viel Geld. Seit dem ersten Modell hat sich diese Rolle allerdings entscheidend geändert: Sie haben über die Jahre deutlich bei der Performance zugelegt und sind zugleich günstiger geworden. Heute sind die MacBook Airs die Einsteigermodelle in Apples Angebot.

Inzwischen scheint mir aber, dass Apple die Air-Modellreihe nicht mehr als zukunftsweisend ansieht. Diese Rolle übernimmt offenbar das neue MacBook mit dem 12-Zoll-Retina-Display, das ich im nächsten Abschnitt vorstelle. Wie komme ich darauf? Die MacBook Airs haben mit dem neuesten Update 2015 noch immer keinen hochauflösenden Retina-Screen bekommen und ebenfalls kein „Force Touch“-Trackpad. Und ich persönlich bezweifle, dass das jemals passieren wird.

Man verstehe mich nicht falsch: Sowohl das 11-Zoll- als auch das 13-Zoll-Air sind feine Geräte. In Sachen Performance schlagen sie sogar das teurere 12-Zoll-MacBook. Aber sie sind eben nicht mehr die Laptops, bei denen man denken könnte, Apple habe sie mit einer Zeitmaschine aus der nahen Zukunft geholt. Sie sind vielmehr die Laptops für alle, die kein MacBook Pro brauchen und denen der Einstiegspreis des neuen MacBook zu hoch ist.

Empfehlen kann ich hier das 11-Zoll-Air. Es ist kompakt, leicht, leistungsfähig und hat von allen Apple-Laptops den niedrigsten Preis. Man muss sich vor allem darüber klar werden, ob der kleine Bildschirm ausreicht. Leider ist die Ausstattung des Einstiegsmodell sehr geizig in Sachen RAM und Festspeicher.

Wer sich für das 13-Zoll-Air interessiert, sollte einen vergleichenden Blick auf das MacBook Pro mit 13 Zoll werfen. Das mag zunächst überraschen, denn die Ausgangsmodelle beider Reihen haben einen Preisunterschied von 350 Euro. Dafür bekommt man aber mehr Anschlüsse, das wesentlich bessere Display (Retina!), ein „Force Touch“-Trackpad sowie mehr Leistung bei CPU und Grafik.

Zudem ist der Unterschied bei Maßen und Gewicht zwischen Pro und Air nicht mehr so groß wie er früher einmal war. Konkret: Das Pro ist 1,8 cm dick, das Air ist keilförmig und misst zwischen 0,3 und 1,7 cm. Das Pro wiegt 1,58 kg und das Air 1,35 kg – da liegen also gerade einmal zwei Tafeln Schokolade zwischen beiden Geräten.

Preise

Das 11-Zoll-Modell beginnt bei 999 Euro. Dafür bekommt man sehr knappe 128 GB Festspeicher und nur 4 GB RAM. Ehrlich gesagt ist das für die meisten Nutzer ein schlechter Witz und nicht empfehlenswert. Rüstet man das auf 256 GB und 8 GB auf, landet man schon bei 1.369 Euro.

Das 13-Zoll-Modell beginnt bei 1.099 Euro, ebenfalls mit der sehr sparsamen Ausstattung von 128 GB Festspeicher. Immerhin sind hier seit April 2016 nun 8 GB RAM Standard. 256 GB gibt es für 1.349 Euro.

Auf einen Blick

Vorteile:

  • Dünn und leicht
  • Ausreichend schnell dank guter Chips und Flash-Speicher
  • Preisgünstigste Apple Laptops

Nachteile:

  • Haben nicht die neuesten Technologien (Retina-Display, Force Touch, USB Typ C etc.)
  • Teilweise geizige Ausstattung
  • Preis-/Leistungsverhältnis schlecht, wenn man nicht mit dem absoluten Basismodell auskommt

Fazit

Das MacBook Air 13 Zoll kann ich persönlich nur bedingt empfehlen. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist beim 13-Zoll-MacBook-Pro deutlich besser. Beim 11er Air sollte man sich klar darüber sein, wie klein der Bildschirm tatsächlich ist. Kommt man damit klar, ist es ein feines MacBook für unterwegs. Zu Hause kann man ja bei Bedarf einen externen Monitor anschließen.

Die Grundkonfiguration mit 128 GB Festpeicher werden Apples Anspruch als Premiumhersteller nicht gerecht. Die 4 GB RAM im 11er Air erst recht nicht. Viele Kunden werden hier aufrüsten wollen und müssen das mit teils saftigen Preisen bezahlen.

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