5 Hitlisten: Welches MacBook kann was besonders gut?

Bisher haben wir jedes Apple-Laptop für sich betrachtet und uns nur ein paar Seitenblicke zu den Schwestermodellen gegönnt. Aber wie schlagen sich denn Apples Angebote im direkten Vergleich? Wo gibt es die meiste Performance? Wie groß sind die Unterschiede in der Portabilität wirklich? Wie sieht die Preisspanne aus? Ich habe einmal verschiedene Daten und Fakten genommen und daraus individuelle Hitlisten erstellt.

Performance

Als Faustregel gilt: Als Normalnutzer macht sich eine Performance-Steigerung ab etwa 20 Prozent Unterschied bemerkbar. In der folgenden Grafik sieht man die Leistung der verschiedenen Modelle nach den Messungen von Mac Benchmarks. Solche Testergebnisse sind aber immer relativ zu betrachten und können nur einen Anhaltspunkt geben. Je nachdem, wie man sein Laptop benutzt, können die Unterschiede im Alltag anders ausfallen.

Die folgende Grafik zeigt jeweils die Leistung des Basismodells und der optionalen CPUs:

 

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In der Grafik oben wird jeweils nur ein Kern des Prozessors genutzt. Das ist bei sehr vielen alltäglichen Aufgaben der Fall. Die vergleichsweise teuren Aufrüstoptionen beim Retina-MacBook lohnen sich demnach nur für wenige Nutzer. Ganz anders das Bild bei den Airs: Sie kann man auf das Niveau des 13er Pros anheben. Und selbst das Air-Basismodell ist auf Augenhöhe mit den teuren MacBook-Aufrüstoptionen.

Screen Shot 2016-08-08 at 13.08.07

Prozesse wie beispielsweise des Kodieren eines Films können alle Kerne eines Prozessors gleichzeitig nutzen. Hier prescht das 15er MacBook Pro mit seine vier Kernen (Quadcore-Prozessor) wenig überraschend nach vorn. Dahinter ergibt sich ein ähnliches Bild wie oben. Alle anderen Apple-Laptops haben derzeit zwei Kerne.

Daraus folgt diese Hitliste in Sachen Performance:

  1. MacBook Pro 15 Zoll
  2. MacBook Pro 13 Zoll
  3. MacBook Air (11 oder 13 Zoll)
  4. MacBook

Zusammengefasst: Das 15er Pro ist vor allem bei Multicore-Aufgaben dank seiner vier Kerne weit vorn. Bei allen Single-Core-Tasks ist es nur unwesentlich besser als das 13er Pro, das wiederum leicht vor den Airs führt. Das superschlanke MacBook ist das Schlusslicht. Seine Performance ist immer noch gut, aber eben hinter der aller seiner Geschwister. Das aktuelle MacBook (2016) hat dabei übrigens ein gutes Stück an Performance gegenüber dem ersten Modell von 2015 zugelegt.

Portabilität

Hier geht es vor allem um die Maße und ums Gewicht. Die folgende Balkengrafik vergleicht alle Modelle in ihrer Größe. Die vier Balken stehen jeweils von oben nach unten für minimale Höhe, maximale Höhe, Breite, Tiefe (in cm):

macbook-masse

In der Grafik oben sieht man auch noch einmal visualisiert, was ich in den jeweiligen Kapiteln bereits angemerkt habe: Das MacBook schafft es, trotz des größeren Displays noch einmal kompakter als das 11-Zoll-Air zu sein. Das 13-Zoll-Air wirkt im Vergleich zum 13er Pro inzwischen nicht mehr so sensationell kompakt wie noch vor einigen Jahren.

Am deutlichsten sind die Unterschiede beim Gewicht (in kg):

macbook-gewicht

Wenig überraschend ergibt sich daraus diese Topliste für die Portabilität:

  1. MacBook
  2. MacBook Air 11 Zoll
  3. MacBook Air 13 Zoll
  4. MacBook Pro 13 Zoll
  5. MacBook Pro 15 Zoll

Zusammengefasst: Das Retina-MacBook lässt in dieser Disziplin alle anderen locker hinter sich – sogar die MacBook Airs. Der Unterschied wird durch die Zahlen und Balkengrafiken allein nicht deutlich und fühlt sich in Wirklichkeit deutlich größer an. Die MacBook Pros haben seit der Umstellung auf Flashspeicher und den Verzicht auf ein optisches Laufwerk deutlich gegenüber früher abgespeckt. Sie sind zwar im Vergleich zum minimalistischen MacBook schwer, aber im Vergleich zu vielen anderen Laptops ultraportabel. Angeblich sollen sie in der nächsten Generation noch einmal schlanker werden.

Flexibilität

  1. MacBook Pro 15 Zoll
  2. MacBook Pro 13 Zoll
  3. MacBook Air (11 oder 13 Zoll)
  4. MacBook

Die meisten Anschlüsse, die meiste Auswahl an Upgrades und den meisten Spielraum bei der Performance bringen dem 15er MacBook Pro in dieser Kategorie den Sieg, dicht gefolgt vom 13er Schwestermodell. Die Airs sichern sich einen Platz vor dem neuen MacBook 12 Zoll – vor allem wegen der größeren Auswahl an Anschlüssen sowie den Performance-Reserven. Das MacBook punktet dafür mit seinem Retina-Display, denn die 12 Zoll lassen sich dadurch flexibler nutzen als die 11 oder 13 Zoll bei den Airs.

Ausstattung

  1. MacBook Pro 15 Zoll
  2. MacBook Pro 13 Zoll
  3. MacBook
  4. MacBook Air (11 oder 13 Zoll)

Wer das ultimative Apple-Laptop haben möchte, kommt um das 15er Pro kaum herum – auch hier dicht gefolgt vom 13er Pro. Sie haben alles, was bei Apple derzeit angesagt ist – abgesehen von USB Typ C. Das wiederum findet sich beim MacBook plus ein Retina Display sowie ein ForceTouch-Trackpad. Die MacBook Airs hingegen können nur mit ihrem etwas schnelleren Prozessor punkten. Das schlechtere Display und das alte Touchpad kosten sie Punkte – letzter Platz.

Preis

  1. MacBook Air (11 oder 13 Zoll)
  2. MacBook
  3. MacBook Pro 13 Zoll
  4. MacBook Pro 15 Zoll

Wer nur auf die Preisschilder schaut, bekommt diese Reihenfolge. Aber wie im Text erwähnt: Genaues Hinsehen lohnt sich, denn oftmals ist der günstigere Preis mit Nachteilen bei der Ausstattung verknüpft. Was man in der Grafik unten sehen kann: Dem MacBook mit 12-Zoll-Retina-Display fehlt ein Einstiegsmodell. Gut möglich, dass Apple hier in Zukunft noch nachlegt. Hier jeweils der Einstiegspreis und die mögliche Maximalausstattung im Vergleich (in Euro, Preise für Deutschland):

macbook-preise

Gesamtsieger?

Aus meiner Sicht gibt es nicht das eine MacBook-Modell, das der beste Kauf ist. Vielmehr geht es darum, sich erst einmal über die eigenen Bedürfnisse klar zu werden (wie so oft im Leben). Erst dann kann man eine informierte und individuelle Entscheidung treffen. Deshalb sollte man sich von niemandem etwas einreden lassen – auch nicht von mir.

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