6 Gesamtfazit und Kaufempfehlung

Nachdem wir uns nun also einmal Apples gesamte Modellpalette des Jahrgangs 2015/2016 angesehen haben, wird es Zeit für ein übergreifendes Fazit.

Wer möglichst wenig Geld ausgeben möchte, wird sich die MacBook Airs anschauen. Sie markieren preislich den Einstieg in Apples Laptop-Welt. In ihrer spartanischen Grundausstattung sind sie vor allem als Zweitgeräte gedacht. RAM und Festspeicher sind von Apple schon arg geizig bemessen. Wer sie aufrüstet, kann sich dann schon (fast) ein MacBook Pro leisten. Insofern ist das 11er das interessantere der beiden Geräte, da es leichter, kompakter und etwas preisgünstiger ist. Das 13er kommt nur in Frage, wem der Aufpreis zum Pro zu hoch ist oder wer unbedingt ein paar Gramm sparen will. Das Preis-/Leistungsverhältnis der Airs ist insgesamt nicht mehr so gut wie früher. Sie haben keine Retina-Displays, kein „Force Touch“-Trackpad und auch kein USB Typ C.

Wer maximale Portabilität will, wird sich das neue 12-Zoll-MacBook anschauen. Dessen Preis scheint zunächst hoch, relativiert sich aber, wenn man die MacBook Airs ebenbürtig bei RAM (8 GB) und Festspeicher (256 GB) aufrüstet. Man bekommt dafür außerdem ein erheblich besseres Display in einem kompakteren und leichteren Gehäuse. Zudem hat es das „Force Touch“-Trackpad sowie den brandneuen USB-C-Anschluss. Dafür hat man insgesamt weniger Anschlüsse und Performance.

Wer vor allem Leistung und Flexibilität will, wird sich ein MacBook Pro anschauen. Sie sind Apples Workstations zum Mitnehmen. Sie können aus meiner Sicht für viele Nutzer einen Desktop-Rechner ersetzen und sind trotzdem keine klobigen Schwergewichte – vor allem das 13er. Dafür geht der Preis allerdings auch schnell in die Höhe, wenn man das Grundmodell aufrüstet. Das 15er MacBook Pro ist perfekt, sofern man die gebotene Leistung tatsächlich braucht. Allein fürs 15-Zoll-Display ist es zu teuer. Retina-Display und „Force Touch“-Trackpad sind an Bord, USB-C fehlt bisher.

Genereller Tipp: Beim Vergleich der Preise zwischen den Modellreihen sollte man immer darauf achten, wie viel Festspeicher (Flash) und wie viel RAM enthalten sind.

Bonustipp: Gebrauchtmarkt

Wer nicht das Neueste vom Neuesten braucht, könnte ein gebrauchtes Apple Laptop in Erwägung ziehen. Zwar gab es in den letzten Jahren natürlich Fortschritte, aber die fallen nicht für jeden Anwender ins Gewicht. Anschlüsse und grundsätzlicher Aufbau bei MacBook Air und MacBook Pro sind bereits seit einigen Generationen kaum verändert. Und selbst Apple Laptops von 2008 (und teilweise 2007) bekommen noch OS X „El Capitan“. Für das neue „macOS Sierra“ muss es in der Regel mindestens ein Modell von 2010 sein. Zu bedenken ist nur, dass sich die neueren Modelle nur noch sehr schwer reparieren und aufrüsten lassen – sie werden den iPads immer ähnlicher.

Es würde den Umfang dieses Ratgebers sprengen, detailliert darauf einzugehen, welche Modelle noch empfehlenswert sind und zu welchem Preis. Generell sind Apple-Geräte oftmals sehr preisstabil, so dass man sich nicht zu viele Hoffnungen auf ein Schnäppchen machen sollte.

Wie eingangs erwähnt ist darüber hinaus Apples „Refurbished“-Angebot einen Blick wert. Hier bietet das Unternehmen aufgearbeitete Gebrauchtgeräte an und man bekommt die ursprüngliche Garantie dazu. Allerdings ist nicht jedes Angebot ein echtes Schnäppchen. Genaues Hinsehen lohnt sich, denn manchmal bekommt man hier ein Altgerät zu einem unverschämten Preis vorgesetzt.

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